Ab Stufe 45 schaltet ihr in Aion 2 mit den Raumzeitrissen eine besonders abwechslungsreiche Aktivität frei. Anstatt für Quests und Ressourcen immer in denselben vertrauten Gebieten unterwegs zu sein, könnt ihr das Territorium der anderen Fraktion betreten, neue Gegenden entdecken, Monster jagen und womöglich gegnerischen Spielern begegnen. Dieser Ausflug ist allerdings nicht ungefährlich. Ein knappes Eintrittsfenster, eingeschränkte Schnellreisen, starke Wachen und überraschende PvP Begegnungen können dafür sorgen, dass eure Expedition schneller vorbei ist als gedacht.
Wer seinen Charakter weiterentwickeln und Items für Aion 2 sammeln möchte, sollte die Funktionsweise der Portale kennen. Den Eingang aufzuspüren ist nur der erste Schritt. Für einen gelungenen Besuch müsst ihr außerdem wissen, wann ein Riss entsteht, wie ihr rechtzeitig dort ankommt, welche Aufgaben sich zuerst lohnen und wodurch ihr die Möglichkeit verlieren könnt, erneut ins gegnerische Gebiet zu gelangen.
Als Beispiel dient hier die Reise eines Asmodiers von Altgard nach Verteron. Elyos reisen in die andere Richtung, also aus ihrem eigenen Gebiet nach Altgard. Öffnungszeiten und Spielregeln der Portale können sich mit kommenden Updates ändern.
Was steckt hinter den Raumzeitrissen in Aion 2?

Raumzeitrisse sind zeitlich begrenzte Portale zwischen den Territorien der beiden verfeindeten Fraktionen. Asmodier erreichen darüber Verteron, Elyos gelangen nach Altgard. Die Funktion steht ab Stufe 45 offen und bietet bereits weiterentwickelten Charakteren einen zusätzlichen Anreiz, abseits ihrer üblichen Questgebiete auf Entdeckungstour zu gehen.
Anders als bei normalen Aktivitäten innerhalb einer Region spielt ihr nach dem Durchqueren eines Risses auf fremdem Boden. Das Gebiet untersteht der gegnerischen Fraktion. Dort könnt ihr regionale Quests abschließen, feindliches Territorium erkunden, versiegelte Dungeons und Festungen bewältigen, Materialien sammeln und euch an PvP Kämpfen beteiligen.
Behandelt das Zielgebiet aber nicht wie einen gewöhnlichen Ort zum Farmen. Die feindlichen Wachen können enorm gefährlich werden, und die bequeme Nutzung der Kibelisken eurer eigenen Fraktion fällt weg. Überlegt euch daher nicht nur, was ihr erledigen wollt, sondern auch, welche Route ihr dafür nehmt.

Zu welchen Zeiten erscheinen Raumzeitrisse?
Die bereitgestellten Spielangaben vom 4. Oktober nennen einen Rhythmus von drei Stunden. Die Risse öffnen sich jeweils zur vollen Stunde, wobei ihr genauer Standort von Öffnung zu Öffnung wechselt.
| Vorgesehene Öffnung (UTC) | Abstand zwischen Öffnungen | Besonderheit |
|---|---|---|
| 00:00 | Alle drei Stunden | Portal an einem neuen Standort |
| 03:00 | Alle drei Stunden | Portal an einem neuen Standort |
| 06:00 | Alle drei Stunden | Portal an einem neuen Standort |
| 09:00 | Alle drei Stunden | Portal an einem neuen Standort |
| 12:00 | Alle drei Stunden | Portal an einem neuen Standort |
| 15:00 | Alle drei Stunden | Portal an einem neuen Standort |
| 18:00 | Alle drei Stunden | Portal an einem neuen Standort |
| 21:00 | Alle drei Stunden | Portal an einem neuen Standort |
Die aufgeführten Zeiten geben die gemeldeten Öffnungen wieder. Daraus folgt nicht, dass ein Portal anschließend eine volle Stunde betreten werden kann. Der Zugang verschwindet bereits nach einigen Minuten. Treffen viele andere Spieler ein, kann zudem die Zahl der freien Eintritte rasch sinken.
Sobald ein Riss entsteht, erscheint eine Systemnachricht für den gesamten Server. Auf der Karte markiert außerdem ein Wirbelsymbol den aktuellen Standort des Portals.
Unterscheidet unbedingt zwischen dem Eintrittsfenster und der Aufenthaltszeit im gegnerischen Territorium. Für den Eintritt habt ihr unter Umständen nur wenige Minuten. Habt ihr es jedoch durch das Portal geschafft, steht euch normalerweise eine Stunde zur Verfügung.
Den Riss aufspüren und vor der Schließung hineinkommen

Oft besteht die erste Hürde darin, überhaupt rechtzeitig am Eingang anzukommen. Die automatische Reisefunktion auf der Karte erleichtert zwar die Orientierung, wählt bei einem bald verschwindenden Portal aber nicht zwangsläufig die schnellste Verbindung.
Mein Rat ist, bereits einige Minuten vor dem erwarteten Termin Folgendes vorzubereiten:
- Sucht einen nahe gelegenen Kibelisken auf dem Gebiet eurer Fraktion heraus.
- Teleportiert euch schon vor dem Erscheinen des Portals dorthin.
- Behaltet die Systemnachricht für den Server im Blick.
- Öffnet die Karte und macht das neue Wirbelsymbol ausfindig.
- Lauft oder fliegt auf direktem Weg zum Zugang, anstatt euch allein auf die automatische Wegfindung zu verlassen.
Am Portal könnt ihr mit F die Eintrittsdetails aufrufen. Entscheidend sind die noch verfügbaren Nutzungen und die ablaufende Zeit. Selbst ein Charakter auf Stufe 45 kommt nicht mehr hinein, sobald das Portal geschlossen oder seine Eintrittskapazität aufgebraucht ist.
Welche Angaben euch am Eingang begegnen, zeigt diese Übersicht.
| Angabe am Portal | Erklärung | Nutzen für eure Planung |
|---|---|---|
| Erforderliche Stufe | Charakterstufe 45 oder höher | Zeigt, ob ihr eintreten dürft |
| Restliche Nutzungen | Noch verfügbare Eintritte | Hilft einzuschätzen, wie dringend ihr handeln müsst |
| Reguläre Nutzungszeit | Standarddauer des Aufenthalts nach dem Eintritt | In der Regel eine Stunde |
| Zusätzliche Nutzungszeit | Durch Tickets ergänzte Aufenthaltsdauer | Praktisch für ausgedehntes Farmen |
| Verbleibende Öffnungszeit | Zeit bis zum Ende der Eintrittsmöglichkeit | Legt fest, bis wann ihr eintreten müsst |
Der Countdown am Eingang ist nicht eure spätere Aufenthaltsdauer. Er zeigt lediglich an, wie lange ihr das Portal noch betreten könnt. Die nach dem Eintritt verfügbare Zeit bestimmt dagegen, wie lange ihr auf feindlichem Boden bleiben dürft.
Unterwegs in Verteron: Eure Möglichkeiten nach der Ankunft

Das Portal setzt euren Charakter an einem Ort innerhalb des gegnerischen Territoriums ab. Bei dem geschilderten Besuch eines Asmodiers war dies das Dorf Aullaeu in Verteron.
Auf eurem Bildschirm läuft nun ein einstündiger Countdown. Eure Vorhaben müssen in dieses begrenzte Zeitfenster passen. Genau hier zahlt sich eine durchdachte Vorbereitung besonders aus.
In Verteron können eingereiste Asmodier anders als zu Hause in Altgard keine komfortablen Schnellreisen über Kibelisken nutzen. Ihr müsst zu Fuß, fliegend oder mit eurem Reittier weiterziehen. Für Elyos auf Erkundungstour durch Altgard gilt dieselbe Beschränkung.
Schaut vor dem Losziehen nach Questzielen und Sammelstellen in eurer Nähe, statt ohne Richtung umherzulaufen. Aufgaben mit kurzen Wegen dazwischen erledigt ihr am besten auf einer gemeinsamen Route. Wer die gesamte Region durchquert, verbraucht womöglich einen erheblichen Teil seiner Zeit allein mit der Anreise.
Bestimmte Gegenstände ermöglichen außerdem einen längeren Aufenthalt:
| Gegenstand | Zeitgewinn | Sinnvoller Einsatz |
|---|---|---|
| Ticket zur Zeitverlängerung im Raumzeitriss | 10 Minuten | Zusätzlicher Spielraum zum Abschließen offener Aufgaben |
| Raumzeitriss Ticket | 30 Minuten | Ausführlicheres Erkunden oder längeres Farmen |
| Rissresonator | Material für die Substanzumwandlung | Gegebenenfalls zur Vorbereitung von Tickets |
Solche Verlängerungen bieten sich vor allem dann an, wenn ihr mehrere Unternehmungen plant und nicht nur eine einzige Quest abschließen möchtet.
Auch zusätzliche Fortschritte machen den Besuch interessant. Selbst nach Erreichen des wöchentlichen Limits könnt ihr in Raumzeitrissen noch geringe Mengen an Abysspunkten erhalten. Hinzu kommen Aktivitäten und Gegner, die euch im eigenen Fraktionsgebiet normalerweise nicht begegnen.
Urus Aufgaben rund um den Raumzeitriss und ihre Belohnungen

Ein wesentlicher Anreiz für Asmodier ist die regionale Questfolge von Uru. Er gehört der Handelsgemeinschaft Quai an und geriet beim Beschaffen von Materialien versehentlich in einen Raumzeitriss. Nun sitzt er in unbekanntem Gebiet und benötigt Unterstützung dabei, Waren auf der anderen Seite zusammenzutragen.
Die Folge umfasst vier Quests und kann ab Stufe 45 begonnen werden. Aufseiten der Elyos bietet Mino von der Handelsgemeinschaft Windbrise eine entsprechende Questfolge an.
| Aufgabe | Zentrales Ziel | Weitere Belohnungen |
|---|---|---|
| Raumzeitriss | Das Portal aufspüren und hindurchgehen | Ring des Außenseiters, 2.000 Abysspunkte, Titel |
| Unbekannte Spezies | Ausrüstung und Spitzhacken von Kobolden beschaffen | Ohrringe des Außenseiters, Beschwörungsstein für einen Kisk, 2.000 Abysspunkte, Titel |
| Fremdartiges Material | Kleidung und Waffen von Krall besorgen | Armband des Außenseiters, 2.000 Abysspunkte, Titel |
| Ein aufrichtiger Shugo | Federn der Crestlichs im Hochland sammeln | Ring des Rächers, 2.000 Abysspunkte, Titel |
Dazu kommen bei jeder Quest Erfahrungspunkte, grundlegende Materialien und Kinah. Den Angaben zufolge beträgt die übliche Geldbelohnung ungefähr 21.000 Kinah je Quest. Ein aufrichtiger Shugo bringt dagegen rund 58.000 Kinah ein.
Die Verbindung aus Ausrüstungsbelohnungen und Abysspunkten macht diese Aufgaben besonders reizvoll. Auch ohne großes Interesse an PvP könnt ihr damit euren Charakter stärken, ohne die gesamte Besuchszeit mit Duellen gegen andere Spieler verbringen zu müssen.
Bei einem Besuch im gegnerischen Territorium würde ich diese Quests zuerst angehen. So habt ihr für eure knappe Stunde ein konkretes Vorhaben. Nach Erledigung der Ziele könnt ihr immer noch entscheiden, ob ihr weiter auf Entdeckungstour gehen wollt.
Risiken auf fremdem Boden: Wachen, PvP und Wiederauferstehung
Verlasst euch niemals darauf, dass eine ruhig wirkende Gegend auch sicher ist. An feindlichen Kibelisken stehen schlagkräftige Wachen. Wer ihnen zu nahe kommt, kann praktisch sofort sterben.
Dabei kann der Tod im gegnerischen Territorium deutlich mehr bedeuten als ein paar verlorene Minuten.
Tötet euch eine Wache und ihr versucht anschließend ohne einen Geiststein zur Wiederbelebung zurückzukehren, könnt ihr in euer eigenes Fraktionsgebiet versetzt werden. Die bereitgestellten Spielbeobachtungen zeigen, dass sich ein inzwischen geschlossener Riss danach nicht einfach erneut für die Rückreise nutzen lässt.
Beim PvP gibt es ebenfalls Besonderheiten. Das Update zu den Raumzeitrissen führte den Kriegsmodus ein. Dieser erlaubt es, die Teilnahme am PvP im eigenen Fraktionsgebiet zu aktivieren oder zu deaktivieren. Nach einem Wechsel müsst ihr 70 Minuten warten, bevor ihr die Einstellung erneut ändern könnt.
| Auslöser | Mögliche Auswirkung | Was ihr tun solltet |
|---|---|---|
| Annäherung an einen feindlichen Kibelisken | Die Wachen können euch in kürzester Zeit besiegen | Genügend Abstand wahren |
| Tod ohne Geiststein zur Wiederbelebung | Rückversetzung ins eigene Gebiet | Vorräte für die Wiederbelebung einpacken |
| Angriff auf eine feindliche Wache oder einen Kisk | Eine erzwungene Aktivierung von PvP ist möglich | Unnötige Angriffe unterlassen |
| Kampf gegen gegnerische Spieler bei aktivem PvP | Gefahr, zu sterben und nach Hause geschickt zu werden | Für reine Quests PvP ausgeschaltet lassen |
| Gruppe mit Spielern bilden, die PvP aktiviert haben | Mehr Risiko, ungewollt in Kämpfe zu geraten | Die Einstellungen der Gruppenmitglieder prüfen |
Besonders leicht zu übersehen ist Folgendes: Nach den bereitgestellten Beobachtungen kann schon ein versehentlicher Treffer auf eine feindliche Wache PvP für etwa zehn Minuten einschalten. Ein eigentlich nur für Quests geplanter Aufenthalt wird dadurch unter Umständen wesentlich riskanter.
Sind Raumzeitrisse den Aufwand wert?
Für den Großteil der Spieler ab Stufe 45 lautet meine Einschätzung ja. Die Questfolge hält brauchbare Belohnungen bereit, die Abysspunkte helfen beim Fortschritt und das Erkunden fremder Fraktionsgebiete lockert die gewohnte Routine auf.
Zur wichtigsten Quelle für neue Ausrüstung würde ich die Risse dennoch nicht machen. Nutzt sie lieber als Ergänzung eurer Entwicklung, nicht als Ersatz für Dungeons, Festungen und andere Aktivitäten im Endgame.
Was ich vor dem Aufbruch vorbereiten würde
- Zunächst Stufe 45 erreichen.
- Vor dem vorgesehenen Öffnungstermin zu einem nahen Kibelisken teleportieren.
- Geiststeine zur Wiederbelebung mitnehmen.
- Bei einer reinen Questrunde PvP deaktiviert lassen.
- Die restliche Eintrittskapazität am Portal kontrollieren.
- Zuerst Urus regionale Aufgaben erledigen.
- Feindliche Kibelisken samt Wachen umgehen.
- Die übrige Zeit zum Farmen in der Umgebung verwenden.
Fazit
Raumzeitrisse verknüpfen regionale Aufgaben, Abysspunkte und Ausrüstungsbelohnungen mit Ausflügen in das gegnerische Territorium. Eine gute Vorbereitung entscheidet über den Erfolg: Seid rechtzeitig bereit, sucht Ziele in der Nähe aus, kennt die Einschränkungen beim PvP und haltet euch von unnötigen Begegnungen mit Wachen fern. NCSOFT bestätigt im offiziellen Update ebenfalls den Abstand von drei Stunden zwischen den Rissen und die Wartezeit von 70 Minuten beim Wechsel des Kriegsmodus. Maßgeblich für die tatsächliche Öffnung bleibt trotzdem die aktuelle Nachricht auf eurem Server.
Für euren langfristigen Fortschritt lassen sich solche Ausflüge gut mit dem üblichen Farmen von Kinah in Aion 2 und dem Sammeln neuer Ausrüstung verbinden. Arbeitet erst die Quests ab, teilt euch den Rest der Zeit sinnvoll ein und zieht euch zurück, bevor ein vermeidbarer Fehler die gesamte Expedition beendet.